Fasnachtsmotto 2021 wie geschrieben wie gesprochen wie das Leben: se la wi


Coronalike lud der Obernarr, Patrick Meier, zur diesjährigen Mottositzung ein. Nicht Online via Zoom, sondern in echt. Echt wie das Leben. Genau so, nicht mehr, nicht weniger: se la wi.    

Geisterspiel

Über dreissig Vorstandsnarren, Zunftmeister, Guggenleiter, Delegierte und Chargierte der VFZ (Vereinigte Fasnachtszünfte Grenchen) trafen sich zur Mottofindungssitzung. Zwar ohne Spiel und ohne Klamauk, dafür in gehöriger, polizeilich genehmigten und überprüften Abständen im Fussballstadion des FC Grenchen 15. Der Begriff "Geisterspiel" bekam eine neue Bedeutung. Während auf dem sattgrünen Rasen nix lief, war der Schallpegel auf der Tribüne lauter. Es sprach der Moderator, Milton Faulhaber, im perfektem Basler-Ditsch und wer seine Augen mal kurz schloss, wähnte sich am Uhrencup, es lief die 68. Minute, im Spiel FC Basel gegen FC Grenchen. Man hörte Wörter wie Wuhanitis, Hop Hop, heb di, geits no, sträng di a. Dann öffnete man seine Augen und war dann doch an der Mottositzung.

Der Sieger ist wie das Leben

Milton sprach immer noch im Basler Dialekt. Jetzt jedoch bettete er die über 160 Mottos hinunter und das Publikum, Sändwitsch kauend und Bier trinkend, winkte ein Mottovorschlag nach dem  andern hinaus in die laue Nacht. Nach gefühlten zwei Halbzeiten ging es in die matchentscheidende Verlängerung. Noch drei Mottos waren im Spiel. Schiedsrichter Milton pfiff zum Schlussspurt, das Narrenpublikum winkte mit den Händen und wählte den Sieger: se la wi.

Alles weitere zum Motto, später auf diesem Sender.


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